Veranstaltungsrückblick

Unser Besuch im Ostseestadion

Vor wenigen Tagen hatten jugendliche Pflegekinder ab 12 Jahren die Möglichkeit, an einer Führung im Ostseestadion teilzunehmen. Dort gab es einiges über die 60-jährige Geschichte des Ostseestadions und des FC Hansa Rostock zu erfahren, auch in Form lustiger Anekdoten. Bei den Fans löste es Begeisterung aus, durch den Spielertunnel kommend den Rasen zu betreten und Einblicke hinter die Kulissen zu bekommen, die sonst dem Stadionbesucher verwehrt bleiben. Einmal auf dem Platz des Trainers im Presseraum sitzen, in dem vor den Spielen die Pressekonferenzen stattfinden? Auch das war möglich!

Die Idee zu der Aktion kam von den Jugendlichen selbst und wir freuen uns, dass es geklappt hat.

Manege frei - Zirkuswoche mit Pflegekindern

Einmal im Scheinwerferlicht zu stehen vor einem großen Publikum - dieser Traum wurde für 14 Kinder des Pflege-Familien-Zentrums der Caritas in der letzten Ferienwoche wahr.

Einmal im Jahr gibt es für die Pflegekinder die Möglichkeit, mit dem Circus Fantasia aus Rostock eine Zirkusshow auf die Beine zu stellen. In diesem Jahr standen die Räumlichkeiten der Landeskirchlichen Gemeinschaft zur Verfügung, in denen jeden Tag ausgiebig geübt und trainiert wurde. Das Konzept der Woche ist simpel: Große Artisten machen was vor und Kleine was nach. Die "alten Hasen" Timo und Carsten von der Fantasia AG haben den Kindern so manche Schwierigkeiten bereitet. Auf der Kugel zu balancieren, mit Bällen zu jonglieren oder die Pois zu schwingen, ist nun mal nicht so einfach. Unterstützung erhielten die Zirkusaktobaten von den Caritas-Mitarbeitern Alexander Döhring und David Schulz, sowie von zwei ehrenamtlichen Helfern und einer Integrationshelferin. Zwischen dem Training gab es natürlich jede Menge Pausen und Spiele. Auf dem Spielplatz im Lindenpark konnten sich die Kinder richtig austoben und das schöne Wetter genießen. Dort wurde z.B. der "Zirkusschatz" gesucht oder auf der Slackline balanciert. Das Ziel der Woche war es, ein kleines Zirkusprogramm für Familie, Freunde und Bekannte zu erarbeiten. Thematisch ging es um eine magische Welt mit fantastischen Wesen. Zwei kleine Mädchen feierten, laut der Geschichte, einen zauberhaften Geburtstag. Die erhaltenen Geschenke der Geschwister wurden jedoch von einer Fee verwünscht. Wenn ein Geschenk geöffnet wurde, erhielten sie den Einblick in eine neue Zauberwelt. Die Kostüme und die Musik haben sich die Teilnehmer der Zirkuswoche selbst ausgesucht. So wurde der Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft mit Feen, Piraten, Polizisten und Hunden gefüllt. Dazu gab es Kinderschminke und Glitzer ins Gesicht.

Am Ende der Woche ist somit eine wunderschöne Zirkusshow entstanden, die allen Zuschauern gefallen hat. Bei Kaffee und Kuchen gab es schließlich die Möglichkeit, sich mit den Eltern auszutauschen und sich von allen Kindern und Betreuern zu verabschieden. Die Resonanz der Kinder war positiv, sodass es im nächsten Jahr bestimmt wieder heißt: "Manege frei".

 

Im Pflege-Familien-Zentrum war viel los im März...

Im Angebot waren:

  • Eine Fortbildung zum Thema "Biografiearbeit". Das Wissen um die eigene Biografie ist wichtig für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertes.
  • Start des neuen Vorbereitungskurses für Pflegeeltern-Bewerber. Wir freuen uns auf die kommenden Wochen und eine erlebnisreiche Zeit.
  • Präsentation unseres Jahresberichtes 2017. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der Eltern, Pflegeeltern und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe eingeladen waren, standen die gelungenen Momente des letzten Jahres.

 

Fachtag mit Dirk Schäfer zum Thema "Chancen und Risiken in der Verwandten- und Netzwerkpflege"

Am 10. November 2017 waren ca. 45 interessierte Fachkräfte verschiedener Einrichtungen und Pflegeeltern zum Fachtag in die Räume der Landeskirchlichen Gemeinschaft gekommen. Das "Das Kind im Blick" Pflege-Familien-Zentrum der Caritas Mecklenburg e.V. hatte dazu eingeladen.

"Chancen und Risiken in der Verwandten- und Netzwerkpflege" war das Thema an diesem verregneten Novembertag. Dirk Schäfer, ehemaliges Mitglied der "Forschungsgruppe Pflegekinder" an der Universität Siegen, führte die Teilnehmden praxisnah und wissenschaftlich untersetzt durch den Tag.

Was ist so besonders in der Verwandtenpflege?

Dirk Schäfer betonte die Unterschiedlichkeit von Fremdpflegeverhältnissen und Verwandtenpflege: "Hier sind die Familien die Konstrukteure des Pflegeverhältnisses, bei der Fremdpflege sind die Fachkräfte die Konstrukteure." und "Mit den Menschen in der Verwandtenpflege gilt es, von der Nähe in die Distanz zu kommen." Dass besondere Unterstützungsangebote entwickelt werden müssen, ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Chancen, wie Kontinuitätssicherung und Familienerhalt (um nur einige zu nennen), auch Realität werden können. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung verläßlicher Kooperationen mit anderen Trägern und die Offenheit für dynamische Hilfeleistungen im Familiennetzwerk. Neben den vielen neuen Erkenntnissen zur Verwandtenpflege, konnten sich die Teilnehmenden in Gruppengesprächen und in der Fallarbeit miteinander austauschen. Die verschiedenen Perspektiven und Erwartungen auf allen Seiten waren in einer Fallvorstellung spürbar geworden. Dabei fiel auf, wie schnell Kinder aus dem Blick geraten, wenn sie nicht angemessen beteiligt werden und wenn es niemanden gibt, der die Perspektive des Kindes einbringt. Überhaupt war Konsens bei allen, dass Perspektiven klar formuliert werden müssen und Zeit für Gespräche nötig ist.

Mit den Rückmeldungen zum Fachtag wurde uns gezeigt, dass es eine interessante Veranstaltung war und dass sich die Teilnehmenden wohlgefühlt haben. Das lag bestimmt nicht nur an den leckeren Gemüsesticks und Brothäppchen zum Mittag.

 

Sommerfest mit Pippi Langstrumpf

Glaubst du etwa nicht, dass ich einen Spunk erkenne, wenn ich einen vor mir hab? Hast du jemals in deinem Leben etwas so Spunkartiges gesehen?

Das Sommerfest war zum Beispiel spunkartig. Das Wetter war so schön und der Ort auch. Und eine Attraktion nach der anderen – Zirkus, Tauziehen, furchtbar wildes Federvieh, die stärkste Frau der Welt – das muss sie sein, denn sie hat zwölfundzwanzig große Reifen aus purem Eisen geschwungen, tolle Wollebälle und bemalte Gesichter, ein Riesenluftschloss und Menschenpyramiden, … ich sag ja, spunkartig!

Und dann noch all die vielen Kinder und Eltern der Kinder und Pflegeeltern der Kinder und Eltern der Eltern der Kinder. Alle hatten Spaß und ich war mittendrin. Und die Tante Prusseliese auch und Kling und Klang, Donner-Karlsson, Papa Efraim und Annika, der kleine Onkel und Herr Nielsson – alle waren da.

Und da ich Eine-Wirklich-Feine-Dame werden will, sage ich auch Dankeschön – das gehört sich so. Da waren nämlich viele Helfer, die ordentlich mit angepackt haben. Die waren zwar alle zusammen nicht so stark wie ich, aber sehr fleißig.

Zum Schluss habe ich dann allen gesagt: Am besten, ihr geht jetzt nach Hause damit ihr morgen wiederkommen könnt. Denn wenn ihr nicht nach Hause geht, könnt ihr ja nicht wiederkommen. Und das wäre schade.

 
 

Aktuelle Termine

14. August 2019
Zirkuskurs mit dem Circus Fantasia

24. August 2019
Ein Tag auf dem Reiterhof Stuthof

26. August 2019 
Treffen der Selbsthilfegruppe FASD

27. August 2019 
Beginn des Vorbereitungskurses für Verwandtenpflegen

29. August 2019 
Beginn des Vorbereitungskurses für Pflegeeltern-Bewerber

Vorbereitungskurs "Pflegeeltern werden" ab dem 29. August 2019

Ein neuer Pflegeelternkurs beginnt wieder ab dem 29. August 2019 und es ist noch Platz für interessierte Menschen. Es gibt in Rostock unverändert immer wieder den Bedarf, Pflegefamilien zu finden. Kinder, die bei ihren Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht aufwachsen können, benötigen kurzfristig oder für längere Zeit andere Lebensorte. Pflegefamilien können solche Lebensorte sein. Pflegekinder sind Kinder mit mindestens zwei Familien, die oft sehr belastende Erfahrungen gemacht haben. Manchmal sind die Kinder noch sehr klein oder auch schon in der Pubertät. Sie müssen lernen, wieder Vertrauen in die Erwachsenen aufzubauen. Pflegeeltern sein, heißt, etwas zu leisten, was nicht jeder leisten kann. Eine Aufgabe, die sehr erfüllend sein kann und zugleich beherztes und liebevolles Engagement erfordert. Das Pflege-Familien-Zentrum der Caritas und das Amt für Jugend, Soziales und Asyl der Hanse- und Universitätsstadt Rostock bereiten zukünftige Pflegefamilien darauf vor. Der Pflegeelternkurs findet immer Donnerstagabend statt und endet am 28. November 2019. Er ist kostenlos für die Teilnehmer*innen. In diesem Kurs erfahren Sie, wie der Alltag von Pflegefamilien aussieht. Sie können Pflegeeltern kennenlernen, Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe mit Ihren Fragen löchern und für sich in Erfahrung bringen, ob Sie tatsächlich ein oder mehrere Pflegekinder bei sich Zuhause aufnehmen wollen.

Wenn Sie sich für das Thema "Pflegekinder" interessieren und wissen wollen, wie das in Rostock funktioniert, vereinbaren Sie mit uns ein Gespräch. Wir brauchen Sie und wir freuen uns auf Sie.